RESTLOS STILVOLL

Was kommt dabei raus, wenn vonDrecksgold wirklich den letzten Rest aus den letzten Resten herausholen will?

Natürlich Wandbehänge.

Bei unseren Fransensesseln und Zottelstühlen, die mit Jerseystoffresten bezogen sind, bleiben immer wieder Reste übrig.

Und da wir so wenig Ressourcen wie möglich verschwenden möchten, um Euch einen zeitgemäßen Konsum zu ermöglichen, landen diese bei uns nicht in der Tonne, sondern wenn Ihr mögt, bei Euch an der Wand!

Mehr Infos auf etsy. Zum Beispiel hier und hier

 

Make Love Great Again Designer Sale

Anfang April ist’s wieder soweit: vonDrecksgold ist auf einem Markt vertreten und diesmal gleich für 3 Tage am Stück!

MAKE LOVE GREAT AGAIN Designer Sale im Säälchen, Berlin vom 5.-7-April 2019.

Mehr Infos zur Veranstaltung findet Ihr unter

Also merkt’s Euch vor im Terminkalender und kommt uns besuchen!
Wir freuen uns wie immer riesig auf Euch!
Nici und Falk von vonDrecksgold
NACHTRAG: Es war uns ein Erlebnis dabei zu sein an dem für uns bisher schönsten Markt! Wir danken den tollen Ausstellern um uns herum für eine wirklich familiäre Atmosphäre.
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Ikarus

Heute möchten wir noch einmal an Ikarus erinnern, welcher dieses Frühjahr ein schönes neues Zuhause in einem Frankfurter Loft bezog.

Unser 2er-Sofa „Ikarus“ stammte ursprünglich von einem schwedischen Einrichtungshaus und war eine Spende einer lieben Nachbarin, die es bei ihrem Umzug nicht mitnehmen konnte.

Es wurde von uns, wie all unsere Möbel, liebevoll aufgearbeitet:

*das Holz erhielt eine Generalüberholung – es wurde opal-petrol-farben gestrichen und zum Schutz mit einer Klarlackschicht überzogen.

*die weißen stilisierten“ Federn“ sind ein besonderer Hingucker und wurden im Schablonendruckverfahren aufgetragen

*die Polsterbezüge wurde ausgebessert und in einem satten Petrol eingefärbt.

*die Applikationen aus Ettikettenstoffresten sind Unikate, jede von ihnen individuell per Hand mit Textilfarbe ausgemalt

All diese Einzelheiten machen dieses Sofa unverwechselbar und heben es aus der seelenlosen Masse hervor.

Wir verwenden viel Zeit auf jedes einzelne Möbel, und oft fällt es uns nicht leicht, uns von ihnen zu trennen. Aber sie bleiben immer ein Teil der vonDrecksgold-Familie und immer in unseren Herzen.

An dieser Stelle einmal unser Dank an alle, die durch ihre Komplimente oder den Kauf eines unserer Möbelstücke uns in dem, was wir tun, bestärken! Das bedeutet uns viel. 

Also DANKE!

Nici und Falk von vonDrecksgold

Pangolin

Als wir erfuhren, dass wir eine Schusternähmaschine geschenkt (!) bekommen würden, waren wir sehr erfreut. Schier im Taumel waren wir, als wir dann noch Unmengen von Leder als Zugabe erhielten.

Nachdem in Falks Heimatdorf der Schuster verstorben war, löste seine Witwe den Betrieb auf und verteilte sämtliche Werkzeuge und Materialien großzügig an Leute, die etwas damit anfangen konnten. Wir zählen zu den Glücklichen und sind sehr dankbar für die Freigiebigkeit der sympathischen Spenderin!

Unter den verschiedenen Dingen haben wir uns auch für bereits zugeschnittene Teile für Riemensandalen entschieden, welche im Müll gelandet wären, da da nach Einstellung des Schusterbetriebs niemand mehr Verwendung dafür hatte.

Unser Sessel „Pangolin“ nun kam nach Verlust seines Bezugstoffes zu uns, und wir entschieden uns, ihm ein völlig neues und ungewöhnliches Aussehen zu verschaffen, welches ihm als Cocktailsessel der Marke Thonet mehr als gebührt, deren Gründer durch seine Bugholzmöbel einer der Pionier der Möbelproduktion ist.

Die Lederriemen schienen nur auf ihn gewartet zu haben – und er auf sie! Liebe auf den ersten Blick.

Pangolin ist mit seiner namensgebenden Schuppentieroptik einer unser Lieblinge in der vonDrecksgold-Familie! Und der Trennungsschmerz wird kein kleiner sein, wenn er sein zukünftiges Zuhause gefunden hat. ( etsy )

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Küchenzeile(n)

Was hat mich da geritten?!?

Ich steh eigentlich echt nicht drauf.

Aber hier sind sie nun: 2 Küchenstühle, deren Applikationen mich stark an das Design der späten 80er, frühen 90er erinnern.

Manchmal ist man machtlos. Das Unbewusste (ver)leitet und man kann nur folgen…

Assoziationsketten sollen ja angeblich den Kreativprozess beflügeln*, und da war es natürlich nicht weit von Chicken:

 

 

zu Wing:

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zu Chicken wings:

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und Fastfood im Allgemeinen:

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und hopplahopp war ich in meiner Kindheit angelangt!:

 

Beim Annähen der vielen einzelnen Teile hatte mein Geist genug freie Kapazität, um im Freiflug durch meine Erinnerungen daran zu schweben, was mir als Grundschulmädchen so alles wichtig war.

Der Vater meiner besten Freundin aus Kindertagen war Leiter eines Elektronikmarktes, und wir sind jeden Samstag „in die Stadt“, um irgendeinen Kram zu erwerben (die Bärenwald-Familie war lange Zeit hoch im Kurs) und  bei der goldenen Möwe eine Juniortüte zu kaufen, welche wir dann meistens im Büro des besagten Elektronikmarktes des besagten Vaters verspeisten.

Eines Tages, ich weiss nicht mehr den genauen Auslöser (wahrscheinlich war es eher ein schleichender Prozess) erstarkte in uns das Umweltbewusstsein und fortan  boykottierten wir das Schnellrestaurant, was uns einige Willensstärke abverlangte.

Aber die Fußballfelder große tägliche Abholzung des Regenwaldes konnten wir einfach nicht länger unterstützen. Und selbst unserem kindlichen Verstand war klar, dass nur ein Verzicht unserem Standpunkt das nötigte Gewicht verleihen konnte.

Leider besitze ich keines unserer selbstgemalten Plakate mehr, welche wir unsere Haltung illustrierend im Büro des Vaters der Freundin aufhängten. „Rettet die Wale!“, „Seid nett zu den Ameisen!“ waren zwei unserer Forderungen, an die ich mich lebhaft erinnern kann. Sie hingen zwar nur im Büro, aber immerhin in der Welt der Erwachsenen. Und dort waren viele von ihnen: Vertreter,  Angestellte, Lieferanten – das war schon was für uns.

Das mag zu belächeln sein – vielleicht.

Aber so viel anders als mein jüngeres Ich komme ich mit heute manchmal auch nicht vor, wenn Leute erfahren, dass ich auf Fleischkonsum verzichte. Bei dieser von mir für mich persönlich getroffenen Entscheidung gehts ja nicht nur um „Oh mir tut das niedliche Kälbchen mit seinen großen Augen so leid! (Obwohl mir wirklich das Herz schmerzt, wenn ich Tiertransporte auf der Autobahn sehe). Sondern auch ganz rational gesehen spricht heute mehr für den Verzicht auf  das Essen von Tieren als dagegen. Allerdings reagieren manche tatsächlich noch immer so, als wäre ich die Irrationale, rein von Gefühlen geleitete.

Ich bin übrigens nicht militant, (auch wenn man es werden könnte bei der Fähigkeit zur Ignoranz unserer Spezies.)

Aber einfach mal über seinen eigenen Tellerrand hinaussehen und das nicht nur wörtlich, tut glaube ich immer gut.  Perspektivwechsel** sind immer bereichernd und aha!-Effekte mag doch jeder, oder?

Für die Interessierten hier der link  zum Greenpeace-Report zu dem Thema.

Aber da es in unserem Blog auch immer um unsere Möbel geht,  hier nochmal ein Foto von unseren Chicken Wings:

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Die natürlich auch auch für Fleischesser geeignet sind.

Wir würden uns nur wünschen, dass das Bewußtsein vorhanden ist, dass das auch mal Lebewesen waren. Also: nicht unsere Stühle, sondern die Hühnchen aufm schicken Chicken Burger und diese rechteckigen Fische aus der Tiefkühltruhe…

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PS: Bei dieser Gelegenheit übrigens herzliche Grüße an Nicole, Komplizin der Plakatmalerei und Mitboykottantin. Ich hätte mir keine bessere Freundin wünschen können, die mich durch meine Kindheit begleitet. Ich danke dir und dem Schicksal, das uns zusammengeführt hat! Ich hatte eine wunderschöne Kindheit, und du warst ein wichtiger Teil davon.

**Kleines Beispiel: für einen Außerirdischen, der nicht weiß, dass wir „Menschen“ und alle anderen Tiere auf diesem Planeten „Tiere“ sind, wäre ein Werbeprospekt mit dem „Angebot der Woche: frisches Rumpsteak nur 1,39€“ und den dazugehörigen Fleischklumpenbildern  vielleicht schon ein wenig verstörend…

*Achtung Quiz!  Wer es bis zum Ende des Beitrags geschafft hat, ist gut, und unter allen von Euch, die uns sagen können, wie viele Wörter sich bis zum ENDE DES TEXTES verstecken, die mit Vögeln und Fliegen zu tun haben, verlosen wir eine federleichte Kleinigkeit. Schickt uns eine Mail an vonDrecksgold@yahoo.de mit dem Betreff „Schicke Chicken“ und der Lösungszahl, Teilnameschluss: 30.November 2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahme ab 18.

PPS: rooster-21150_1920

letztes PS: Wollt Ihr uns was sagen? Jederzeit gerne! Was sind Eure Ansichten? Habt Ihr Wünsche an uns? Kontaktiert uns über facebook oder unsere Mailadresse vonDrecksgold@yahoo.de Wir lassen uns gerne von Euch beflügeln!

ENDE DES TEXTES

Better Used Market 2018 – Danke!

Das waren unglaubliche 4 Tage auf dem Better Used Market am Potsdamer Platz!

Wir danken allen Besuchern für die vielen, wahnsinnig schönen Komplimente und das große Interesse an unseren Möbeln!

Viele Grüße auch an unsere tollen Nachbarn u. a. Urban Olive und Tartar Berlin!

Auf bald!

Nici und Falk von vonDrecksgold

PS: Kristall, wir denken an Dich und wünschen Dir alles Gute in Deinem neuen Zuhause.

 

Hocker aus den 50iger Jahren komplett aufgearbeitet.
D.h. die Beine wurden abgeschliffen, geölt und mit neuen Filzgleitern versehen, der alte Stoff entfernt und durch einen eigens für ihn designten Bezug ersetzt. Der Kristall wurde aus einzelnen Stoffstücken appliziert und verwandelt diesen Hocker zu einem funkelnden Unikat!
Gefunden in der elterlichen Garage, stammt der kleine Kerl ursprünglich aus dem Hausstand der Großeltern. Jetzt freut er sich über sein ihn liebendes, stilvolles neues Zuhause!

Better Used Market – Morgen geht’s los!

Wir sind schon ganz wuschelig und voller Vorfreude!

Denn morgen ist es so weit:  dann startet der Better Used Market und vonDrecksgold ist mit von der Partie!

Für ganze 4 Tage tummeln wir uns am Potsdamer Platz und freuen uns auf Eure  zahlreichen Besuche!

Wo: Potsdamer Platz, Berlin

Wann: Do, 10.5.2018 – So, 13.5.2018 von 10 – 18 Uhr

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Kommt alle vorbei! 

Nici und Falk

Kuschelpinata

Dürfen wir vorstellen: das ist Frans.

Frans ist einer unserer absoluten Lieblinge!

Gefunden als Häufchen Elend am Straßenrand in Berlin-Neukölln,

hat er sich so sehr gemausert, dass wir ihn und sein zotteliges Äußeres für immer ins Herz geschlossen haben!

Das Grundgerüst wurde repariert und ausgebessert, sein Innenleben fachmännisch komplett neu aufgepolstert, bevor wir ihm sein neues „Fell“ über die Ohren zogen, mit dem er sich sehen und fühlen lassen kann!
Die Fransen wurden aus ausgemusterten Jersey-Spannbettlaken per Hand geschnitten und auf einen Trägerstoff genäht und geben ihm seine charmante Pinata/Kuschelmonster-Optik.

Jeder, der auf ihm sitzt, fängt automatisch an ihn zu streicheln und zu wuscheln.

Und auch Tiere mögen ihn:

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Schöne Alliteration: Frans‘ Fan Flash.

Frans – ein haptisches Erlebnis modernen Sitzkomforts! Gefertigt aus Sachen, die andere wegwerfen. Aber wir sind vonDrecksgold! Wir machen daraus schöne Dinge!

PS: Mehr von diesen schönen Dingen findet Ihr auf unserer etsy-Shop. Schaut mal rein!

vonDrecksgold eröffnet die Marktsaison!

Der Frühling ist da und mit ihm startet für uns die Marktsaison!

Und das gleich an 4 aufeinander folgenden Tagen vom 10.-13.Mai 2018.

vonDrecksgold wird am Better Used Market am Potsdamer Platz teilnehmen!

Also merkt Euch schon mal vor an Christi Himmelfahrt/ Vatertag/ Herrentag oder einem der darauf folgenden Tage bei uns am Stand vorbeizuschauen!

Wir freuen uns jetzt schon auf Euch!

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Eiche rustikal und wie man sie besiegt

Ein Freund von uns hat den interieuren Traum, eines Tages jedes Zimmer seiner Wohnung in einem anderen Stil einzurichten. Also das Schlafzimmer im Pop-up-Style der 60er, die Küche im skandinavischen Landhausstil, das Bad in Industrial Design, das Gästezimmer minimalistisch, das Kinderzimmer im Jugendstil, das Arbeitszimmer im Kolonialstil. (Die Frage nach einer Wohnung mit 5 Zimmern und deren Bezahlbarkeit in Berlin wird erstmal außer acht gelassen.*)

Jedenfalls so. Oder anders. Oder so ähnlich.

So weit, so nachvollziehbar.
Das Wohnzimmer allerdings wünscht er sich sehnlichst in:

Eiche-Rustikal.

Mit Schrankwand und allem was dazugehört. Gelsenkirchener Barock eben.

Wow.

Wikipedia sagt:

„Die Wortschöpfung Gelsenkirchener Barock fand vermutlich in den frühen 1950er Jahren Eingang in die auch heute noch gebräuchliche deutsche Alltagssprache. Er ist kein akademischer Stilbegriff, sondern vielmehr dessen Persiflage“

Und weiter:

„Als durchweg anonyme Massenware, deren formale Elemente aus Versatzstücken beliebig zusammengesetzt werden konnten, kennen die so bezeichneten Möbel keine herausragenden Entwerfer […]. Wollte man Gelsenkirchener Barock dennoch stilkundlich auffassen, könnte man ihn als Retro- oder Neo-Stil ohne großen ästhetischen und finanziellen Wert beschreiben, zumal er im Wesentlichen nur eine industrielle Wiederauflage eines ebenfalls schon eklektischen Historismus darstellt, der seinerseits nur nachahmte, ohne besonders eigenständig und innovativ zu sein.“

„Aus diesem Umstand erklärt sich die überwiegend negative Konnotation des Begriffs. In der spöttischen, ironischen Verknüpfung des als proletarisch geltenden Berg- und Stahlarbeitermilieus von Gelsenkirchen mit einer bedeutenden europäischen Stilepoche äußert sich eine gewisse intellektuelle Geringschätzung gegenüber einem Phänomen der Alltagskultur.“

„Der Ausdruck Gelsenkirchener Barock ist ein volksmündlicher, liebevoll-ironischer bis kritisch-despektierlicher Kommentar zu einer Design- und Einrichtungskultur, die man als altmodisch, spießig, geschmacklos und überladen charakterisieren möchte. In der Zeit, in der der Begriff geprägt wurde, standen die gemeinten Objekte in starkem Gegensatz zu den jeweils zeitgenössisch modernen und avantgardistischen Möbeln. Er muss deshalb auch als ein subjektives, geschmäcklerisches Werturteil zu einer als konservativ und rückwärtsgewandt wahrgenommenen Weltanschauung verstanden werden.“

Begeisterung klingt anders, nicht wahr?

Allerdings geht’s auch anders. Und hier ist der Beweis:

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Das ist Henry.

Oder genauer: Henry des Étoiles.

Nix mehr mit „Heinrich! Mir graut’s vor dir.“ Nach seinem kompletten Makeover hat er seinen neuen adligen Namen mehr als verdient.

Und sollte er es je in Erwägung ziehen, seine Biografie zu schreiben, würde er ihr wohl den Titel geben: „EICHE RUSTIKAL – und wie man sie besiegt“

Er endete beinah als ausgedient im Müll. Aber dann kamen wir um die Ecke, nahmen uns seiner an und siehe da…auch rustikale Eiche kann bezaubern – wenn man von ihr nichts mehr sieht!

Es bedurfte nur einige Schichten Lack und einen wunderschönen Polsterstoffrest und schon strahlt Henry mit den Sternen um die Wette!

Henry hat sein neues Zuhause bereits gefunden. Seine Freunde jedoch stehen noch in erwartungsvoller Haltung auf ein eben solches Glück in der Warteschlange.

Mein sehnlicher Wunsch ist es ja, demnächst eine komplette Gelsenkirchener Barock- Wohnzimmer-Schrankwand umzugestalten.

Wenn ihr uns also unterstützen wollt, dann kauft einfach all unsere Möbel, damit wieder Platz in der Werkstatt geschaffen ist, um meinen kleinen interieuren Traum zu verwirklichen.

Wir danken Euch schon mal im Voraus!

Es sei denn, Ihr seid jetzt erst auf den Geschmack gekommen:  eine Wohnwand in Eiche Rustikal  – „Serie Rheinsberg“  genannt  –  gibts heute  noch immer bei verschiedenen Versandhändlern für schlappe 1800 Euro zu erwerben…

Die Qual der Wahl.

*“deren Bezahlbarkeit in Berlin“: Worte, die ich noch vor einigen Jahren nie für möglich gehalten hätte!


 

Nachtrag zum Markttag am Marktnachtag

Wir danken allen, die uns gestern an unserem Stand auf dem White Pony Sonntagsmarkt besucht und Interesse an unseren Möbel gezeigt haben! Wir freuen uns über die vielen tollen Reaktionen und netten Gespräche. Es motiviert ungemein, dass auch anderen gefällt, was wir lieben!

Auf bald!

Nici und Falk

PS: Wer noch nicht an unserem aktuellen Gewinnspiel teilnimmt, kann das noch tun! Wir freuen uns wie irre über jeden neuen Follower!

Patchwork? Rockt!

Patchwork – eine der ältesten Formen des Recyclings!

Bei dieser traditionelle Handarbeitstechnik werden Reststücke von Textilien oder Ähnlichem zu einem neuen, größeren Teil zusammengesetzt. Laut Wikipedia gibt es die Technik schon ewig, das älteste bekannte Stück soll  1000 v. Chr. in Ägypten gefertigt worden sein, ein Sargtuch aus Gazellenhaut oder besser: aus Gazellenleder-Resten.

Die Kostbarkeit der Materialien war den Menschen damals so bewusst, dass sie nichts von den mühsam erworbenen Ressourcen leichtfertig wegwarfen, sondern im Gegenteil sogar ehrerbietige Dinge wie eben jenes Tuch daraus gestalteten.

(Gerne wollte ich Euch hier ein Bild davon zeigen, suchte es aber vergeblich im Weltweiten Netz. Sollte jemand von Euch vorhaben, demnächst nach Ägypten zu reisen, dann versucht doch mal an einem Regentag herauszufinden, wo genau es sich befindet – dazu schweigt Wikipedia nämlich und das restliche Internet tut es ihr nach. Und wenn ihr es dann noch schafft, für uns ein Foto davon zu ergattern, bekommt ihr all unsere Sympathiepunkte, die wir diesen Monat zu vergeben haben!)

Das dem Patchwork  innewohnende Prinzip, die Ressourcen zu schonen, ist solch ein intelligenter Ansatz, (er tut ja langfristig nichts Geringeres, als den Fortbestand der Art zu schützen!) , dass er sich für alle Zeiten hätte durchsetzen müssen.

Möchte man meinen.

Aber bedauerlicherweise erfreuen sich häufig andere Ansätze bei unsere Spezies größerer Beliebtheit. Diese sind oft das Gegenteil von intelligent und zukunftserhaltend, werden mit mannigfaltigen einfältigen Gründen gerechtfertigt und sind besorgniserregend ob der nicht zu vernachlässigende Zahl ihrer Anhänger.

Aber jammern bringt nix. Und das Schlechte kritisieren ist zwar gut, besser noch ist mit alternativen Vorschlägen um die Ecke zu kommen!

Und daher haben wir hier ein paar Ideen zusammengetragen, über die man mal nachdenken könnte:

– Wie wär es denn zum Beispiel damit, Neuware nur dann zu kaufen, wenn es wirklich keine brauchbare gebrauchte Alternative gibt?

– Oder mal Gebrauchtes zum Geburtstag zu verschenken, ohne zu denken, dass das schäbig rüberkommt? Wenn die Umverpackung weg ist, sieht man vielen Dingen gar nicht an, ob sie neu sind. Und manch Gebrauchtes hat sowieso mehr Charme…

– Und wie wäre es überhaupt mal damit, weniger Einheitsbrei-Ketten in den Shopping Malls zu haben und statt dessen mehr coolen Second-Hand-Läden an den Einkaufs-Hotspots ein Dasein zu gewähren? Das ist momentan meine Lieblingskonsumphantasie!

Schön ist, dass die Vintage- und DIY-Kultur so im Aufschwung ist. Wichtig ist nur ein Auge darauf zu haben, dass sich das Ganze nicht pervertiert. Wenn man beispielsweise mit Do-it-yourself-Kits mehr Müll fabriziert, als wenn man die Materialien selbst zusammensucht, oder ein Überangebot von Handarbeitszeitschriften existiert (allein zum Thema Patchwork gibt es drei oder vier !), von denen ein Großteil Woche für Woche wieder eingestampft wird, dann ist der Grundgedanke wohl nicht mehr gegeben.

Ein Letztes noch, das das mir durch den Kopf geht: Ich führte vor Ewigkeiten mal ein Gespräch mit einem früheren Freund, der jetzt buddhistischer Mönch ist oder vielleicht auch nicht. Und sein Erstauen war groß, als ich mich nicht – wie er es eigentlich von mir erwartete – völlig und grundsätzlich  gegen eine konservative Haltung aussprach.  Konservativ kommt schließlich von conservare  – was ich als Frau mit Großem Latinum wie auch jeder, der schon mal eine Konservendose in der Hand hielt, weiss, bewahren heißt.

Und es gibt Ding die es wert sind, bewahrt zu werden. Allerdings sicher keine rückwärtsgewandten Ansätze, die andere Menschen verachten.

Wir wünschen Euch eine angenehme Zeit, Freunde!

Auf bald,

vonDrecksgold

PS: Und hier noch eine kleine Videoempfehlung. Da kämpft einer mal zu Abwechslung nicht gegen die Windmühlen, sondern für sie. Ein Anti-Don-Quijote sozusagen…

http://thekidshouldseethis.com/post/the-1000-year-old-windmills-of-nashtifan-iran

Ach ja, und hier ist unsere Rocking Chair!


Patchwork-Schaukelstuhl „Trigon“, 2017

Sommerzeit ist Reisezeit!

VORWORT: Dieser Beitrag ist eine Reise in die Vergangenheit. Die Veröffentlichung des Textes vor der Reise wurde durch diverse Umstände, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, torpediert. Nur soviel sei dazu gesagt: Wer die Hand-Mund-Fuß-Krankheit für einen Witz hält, hat noch keine Kinder…Begeben wir uns aber nun gemeinsam auf die Reise von der Gegenwart in die Vergangenheit, um irgendwann Back to the Future zu landen. Zwar haben wir keinen Delorean, aber dafür hat unser guter, alter Skoda Oktavia Kombi in diesem Beitrag eine tragende Rolle. (Manche Wortspiele sind zu platt, um sie sich zu verkneifen!) And here we go! VORWORT ENDE.

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Sommerzeit ist Reisezeit!

Und bevor wir uns für eine (viel zu kurze! – und das ist uns vorher schon klar!) Woche in den Familienurlaub nach Dänemark verabschieden, hier noch schnell unsere Geschäftsidee für das bei Touristen trotz rückläufiger Tendenzen im Städteranking nach wie vor beliebte Berlin.

Gemeinsam entwickelt wurde die Idee mit der von uns hochgeschätzten, sich in der touristischen Hochburg Friedrichshain auskennenden, da dort befindlichen Bar „Sieben“ , dem „überdurchschnittlich sympathische[n] Getränkekonsum-Etablissement am Ostkreuz“ (Zitat: vonDrecksgold)  (previous).

Als vor ein, zwei Jahren die ersten Sightseeing-Doppeldecker-Busse gesichtet wurden, die die Wühlischstraße entlangfuhren, blieb man noch entgeistert und wie plötzlich angewurzelt stehen, selbst wie ein“großer Kraftwagen mit vielen Sitzen zur Beförderung von Personen“ (Zitat: Duden) dreinblickend.

„Hat Disneyland nun tatsächlich klammheimlich seine Dependance in Berlin eröffnet?!?“, wurde gemunkelt. – „Allerdings wäre wahrhaftig kein Bezirk  besser dafür geeignet als Friedrichshain…“, lästerte man hinter vorgehaltenem kleinen Finger, (zufrieden damit, selbst Neuköllnerin zu sein.)

Als wir nun vor einiger Zeit eines der Sieben-Sofas zur Generalüberholung abholten, nutzen wir gleich die Gelegenheit, unseren neuen Dachgepäckträger (den VW-Bus des kleinen Budgets -) zu testen.

Doch halt! Eröffneten sich da – über den schnöden Möbeltransport hinaus-  nicht noch viele weitere Nutzungsmöglichkeiten?!? Wäre es nicht für jeden verlockend, auf diesem Wege von Club zu Club zu touren, eine Chill-out- Pause einzulegen, oder bei einem schönen Glas Moskau Mule Berlin bei Nacht zu beschauen? Noch dazu in einer sich anbietenden, da zur Zeit stattfindenden, lauen Sommernacht? Schlüge da nicht ein jedes Herz vor Entzücken höher, das des Individualtouristen genau wie das des Berliner Clubszene-Liebenden?!

Da ist man selbst (fast) gewillt, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Seht selbst!

Unbenannt
Na? Na? Ist das nix??

Nein.

Denn es wurde sich dann doch ziemlich rasch und einstimmig dagegen entschieden. Wie sähe das denn auch aus, wenn die Bedienung statt hinter der Bar zu stehen, neben so ner Tourikutsche herrennen müsste? Der Traffic ums Ostkreuz herum ist außerdem doch jetzt schon viel zu hoch!

Tja. Und wieder einmal konnte vonDrecksgold den Beweis antreten, dass Idee und Dummheit oft nah beieinander liegen. Zumindest was ihre Synonyme anbelangt, die nur durch einen Buchstaben voneinander zu unterscheiden sind…

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NACHWORT
„Kein Vorwort ohne Nachwort!“
Ach so? Ok. Hier bitte…
Huch! Also jetzt finde ich doch glatt das Nachher-Bild, für welches ich sehr, sehr, sehr, sehr, ich betone sehr schwere Bierzeltgarnituren schleppen musste, deren Gewicht mich fast in den Boden gemalmt und auf der anderen Seite der Welt wieder rausgedrückt hätte, Godzillas Fuß ist ein Scheiß dagegen, nicht mehr aufm Rechner!!! ( Jawohl, diesen Satz meine ich vollkommen ernst, und wer das bezweifelt, kann mich mal.) Da muss wohl der neugierige Leser aus der virtuellen Welt hinabsteigen und sich in der Sieben das reale Produkt unseres Tuns anschauen gehen. Und wer uns dann obendrein noch sagen kann, von welchen zwei Synonymen weiter oben die Rede war, bekommt von vonDrecksgold ein Getränk spendiert! Großes vonDrecksgold-Ehrenwort!
NACHWORT ENDE!

skør ternet mønster


Manch einer stellt solch einen Møller Chair Model No.75 (von N. O. Møller, 1954) zum Sperrmüll, manch anderer stellt ihn für viel Geld zum Verkauf ins Internet.
Und wieder andere stellen uns die Aufgabe, diesen wieder sitzbar zu machen. Wie schön!
Die ursprüngliche Bespannung war technisch sehr elegant gearbeitet, musste sich aber nach vielen Jahren des aufreibenden Kampfes dem Erzgegner Materialverschleiß geschlagen geben. So ging sie den Weg, den alles Stoffliche früher oder später gehen muss, und führte den Stuhl geradewegs zu uns.
(Wer Zeit und Muse hat lese doch bitte den Verschleiß-Wikipedia-Artikel und die dazugehörige Diskussion. Es ist spannender, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Man kann dabei nicht nur einen hübschen Fachterminus lernen (Tribologie), mit dem man vor Nicht-Werkstoffwissenschaftlern glänzen kann, sondern kommt über die Physik auch auf philosophisch-metaphysische Fragen (etwa das Leib-Seele-Problem) und landet gar bei der zu unserer Thematik passenden „Geplanten Obsoleszenz“, interessant dazu auch das Buch von Christian Kreiß.)
Es mag eine große Klammer sein, die ich da öffne (und wieder schließe). Aber wenn man etwas nachdenkt, tun sich da ja Welten auf…
Zurück zu unserem kleinen Beitrag. Nach einem herrlichen Ausflug auf einen Autoschrottplatz, um Gurte für ein anderes Projekt zu besorgen (mehr dazu hier), hatte ich die Idee, diesen Stuhl nicht klassisch zu bespannen, sondern mit breiten Stoffbändern zu arbeiten. Die roten und blauen Gurte sind aus alten Vorhängen aus meiner Kindheit, der braune Stoff Reste eines vorherigen Projekts. Farblich fügt er sich sehr gerne ins Gesamterscheinungsbild des Zimmers, in das er nun heimgekehrt ist. Und ich hoffe, Familie Møller sieht es uns nach, dass wir ihr großartiges Design etwas modifiziert haben.

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Falks Laster


Falks geheime Liebe gilt dem Fahrrad.
Naja, für alle, die ihn näher kennen, ist diese Liebe nicht ganz so geheim…
So wird ein alter Rennradrahmen, der durch einen Sturz arg verbogen wurde, auch nicht einfach in die Tonne geschmissen, sondern erlebt seine Wiedergeburt in einem ihm bis dato fremden Metier – als Lastenrad.
Der Sturz bescherte ihm zwar eine schwere Gehirnerschütterung, aber dem Rahmen die ideale Verbiegung für ein Long John Lastenrad (das Steuerohr war nach dem Sturz senkrecht). 
Was jedoch erstmal ganz einfach klingt, dauerte dann doch 1 1/2 Jahre, in denen immer wieder probiert, zusammen- und auseinandergebaut und geflucht wurde.
Doch da, was lange währt, gut wird, steht das Ding endlich auf seinen 2 Rädern und weil Berlin, was Fahrradleichen angeht, einige Schmankerl bereit hält, sind Teile verbaut, für die er sonst sicher einiges bezahlt hätte.
So haben die Scheibenbremsen (Magura) und die Federgabel (SR Suntour) eine eigene kleine Fahrradleichengeschichte: An einem Sonntagmorgen war Falk in der Nähe des Treptower Parks arbeiten, und da die halbe Stadt ihren Rausch ausschlief, beschloss er, noch kurz auf die Insel der Jugend zu fahren, um sich ans Ufer zu setzen. Die Insel war mit Müll, Kleidungsstücken und Flaschen gezeichnet von der letzten Nacht, zwischen dem ganzen Plunder jedoch lag ein zerstörtes Fahrrad, dem er natürlich sofort Beachtung schenkte. Bei näherer Betrachtung erkannte er, dass recht hochwertige Teile verbaut waren und beschloss mangels Werkzeug, das Teil an seine Tasche zu schnallen, um es zuhause fachgerecht zu zerlegen. Für ihn ein Tag wie Weihnachten, für mich ein Tag voller „Fahrrad Fahrrad Fahrrad Fahrrad…“
So hat er jetzt aber einen schönen Kind(er)-/Möbel-/Krimskramstransporter gebaut, der uns schon einige Autofahrten erspart hat.
Unser Sohn, Herr Levin, findet es toll; für ihn ist es wie ein Kinderwagen 2.0, schnell und super in den Kurven.

Aber seht selbst…
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Super-duper-aerodynamisches Streamline-Rücklicht (-selbstgebaut, versteht sich).

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Und erst die treuen Augen…

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Ein veritabler Lichtschalter

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Und natürlich…der Innenraum.

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Herrn Levin gefällt sein cooler „Kinderwagen“…

Update: Und jetzt hat’s auch ein Dach überm Kopf! Man nehme ein selbstkonzipiertes Rohrgestell, Fensterfolie und ein altes Zelt aus Festival-Tagen und schwups! hat man einen Regen- und Windschutz par excellence! Cosy.IMG_3444

Werkstatt, Baby!!!


Gerade noch rechtzeitig vor dem kleinsten Großereignis der Welt ( zumindest unserer Welt ) haben wir es geschafft: einen Werkstatt(t)raum außerhalb der eigenen vier Wände haben wir hier gefunden:die HB55.
Dank der ehemaligen Margarinefabrik ist jetzt alles in Butter. Dort, wo in unserem Schlafzimmer zuvor die Werkbank stand,  hat sich nun ein stilgerechter Wickeltisch breit gemacht.
An dieser Stelle wollten wir Euch eigentlich ein zauberhaftes Vorher/Nachher-Foto präsentieren. Leider war aber die Werkbankwand, die einzige in unserer Wohnung, die niemals fotografiert wurde. Unglaublich, aber nicht zu ändern. Und deshalb müssen die interessierten Betrachter mit einem Nur-Nachher-Foto vorlieb nehmen. Man möge uns verzeihen.

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Eine Couch ist eine Couch ist eine Couch…


Allein seit wir dieses Sofa kennen, hatte es schon drei Besitzer. Und mindestens einen vierten hat es noch gegeben.
Wir wissen von wenigstens einem Hund (unserem), der darauf zusammengerollt chillte, einem Kind, das darauf tobte und einem weiteren, das darauf toben wird (unseres), und mehr als 10 Menschen, die darauf eine Nacht verbrachten oder ein Nachmittagsschläfchen hielten (uns nicht mit eingeschlossen).
Unsere Freundin Sarah ist die amtierende „Zuhause-Geberin“ für das Schätzchen, und bereits vor einem Jahr (Januar 2014) versprachen wir ihr zum Geburtstag, das gute Stück einer Rundumkur zu unterziehen.
Nun – zum nächsten Geburtstag – ist es vollbracht. Wir finden auch hier bewahrheitet sich das Sprichwort „Was lange währt, wird endlich gut!“
Die Federung der Polsterung – eine recycelte Matratze – ist ein Traum. Ein Wasserbett ist nichts dagegen.
Das Dessin des neuen Bezugs ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, passt aber wunderbar zum über ihm schwebenden Stillleben.
Und warum nicht einmal die Nase ganz tief ins Rosenbouquet?

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Clubsessel „Absinth“


Würde ich Whiskey trinken und Zigarre rauchen – nirgends täte ich es lieber, als in diesem Sessel. Ich bin aber mehr so der Coffee-and-Cigarettes-Typ, wobei: auch das könnt‘ ich mir hervorragend in diesem Sessel vorstellen. Ein Buch in der Hand im Widerschein des Kaminfeuers, tiefsinnige Gespräche mit den Weisen dieser Welt, den Blick aus dem Panoramafenster in die spätnachmittagliche Weite der Savanne…hach. All dies stell‘ ich mir vor, wenn ich diesen Sessel heute sehe.
Als er zu uns kam, formierten sich allerdings gänzlich andere Gedanken in meinem Kopf.
Gefunden haben wir ihn in einem alles andere als brauchbaren Zustand am „Müllbaum“ in unserer Straße, welcher in aller Regelmäßigkeit mit Abfällen jeglicher Art garniert wird. Es wirkt gerade so, als hätten die Menschen vergessen, dass sich ihre Mülltonnen im Hof befinden. Immer wenn ich an diesem Baum vorbeikomme, habe ich wirklich Schwierigkeiten zu begreifen, wie es die Menschheit bis hier her geschafft hat, ohne sich selbst auszurotten. So viel Dummheit tut wahrhaftig weh. – Leider nicht so sehr denen, die Dummes tun, sondern immer den anderen…
Wir sind jedenfalls froh, dass wir das gute Stück retten und ihm seine Würde zurückgeben konnten.
Und: er ist noch immer zu haben. (Über „Sachen kaufen“ gelangst Du in unseren etsy-Shop.)
Solltest Du also noch Platz in Deinem Countryclub haben, mit dem Du bisher nichts anzufangen wusstest…

Update: Der Sessel hat ein schönes neues Heim gefunden. Viele seiner Freunde warten noch darauf, in liebevolle Hände abgegeben zu werden. Schau dich  hier um! 

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7 aus der Sieben


Unsere erste Auftragsarbeit! Und dann auch noch für die „Sieben“, das überdurchschnittlich sympathische Getränkekonsum-Etablissement am Ostkreuz!
Wir fühlten uns sehr geehrt ob dieses Vertrauens, das uns und unseren Fähigkeiten entgegengebracht wurde.
Insgesamt hatten wir 7 Patienten, zwei Pärchen und ein Trio. Allesamt erschöpft von den Strapazen, die der Dienst an der Gemütlichkeitssfront mit sich bringt.
Einrichtungshäuser verfügen über Strapazierfähigkeitstestmaschinen – wir haben die Wirklichkeit, die uns zeigt, wo wir uns verbessern können. Und was wäre für Sitzmöbel geeigneter als die Dauerbelastung durch auf ihnen gelagerter Füße, schwirrender Zigarettenasche, verkippter Getränke und Hintern jeglicher Form?
Wer in Berlin wohnt oder – wenn er grad nix anderes vorhat -mal auf eine Stippvisite in der Hauptstadt vorbeischaut, dem empfehlen wir von Herzen einen Besuch in der „Sieben“.
Es lohnt sich für alle, die der oralen Flüssigkeitsaufnahme nicht abgeneigt sind, in jedem Fall.
Und ganz nebenbei kann man sich dann ja auch mal persönlich mit „unseren“ Sesseln und Stühlen auseinander“setzen“.

Blauer Cocktailsessel

Diesen Cocktail-Stuhl fanden wir in einem Kreuzberger Gebüsch. Ein Bein war ab, lag aber nicht unweit daneben. Erst zu Hause im Hellen bemerkten wir, dass der Schimmel schon Einzug gehalten hatte…
Dieser Stuhl war unser erster Patient. Wir finden, er hat sich sehr gut von seiner Total-OP erholt.
Nun hat er eine schöne neue Heimat in Schöneberg.